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Abstracts
Der Vortrag bezieht sich auf die Studie des Fraunhofer Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung "Erfindungen contra Patente" vom Dezember 2003. Hintergrund der Untersuchung war die Diskrepanz zwischen dem eher verhaltenen Anstieg der FuE-Ausgaben und der Verdopplung der Patentanmeldungen in den neunziger Jahren und die sich daraus ergebenden Probleme für Patente als Indikatoren für FuE-Aktivitäten. Ziel war es zum einen, zu beschreiben und zu klären, wie sich das Verhältnis zwischen FuE-Aktivitäten und Patentierungsverhalten verändert hat, zum anderen sollten die Erklärungsfaktoren hierfür bestimmt werden.
Sowohl die patentstatistischen Analysen als auch die Befragung haben eindeutig bestätigt, dass es insbesondere seit Mitte der neunziger Jahre zu einem massiven Anstieg der Patentanmeldungen, insbesondere auch der Auslandsanmeldungen, gekommen ist. Patente nehmen unter alternativen formellen und informellen Instrumenten eine sehr hohe Bedeutung als Schutzmechanismus für Erfindungen und Innovationen ein und haben auch in den letzten fünf Jahren den höchsten Bedeutungszuwachs erfahren. Während die aktuelle Bedeutung der Patente für alle Sektoren und Größenklassen auf sehr hohem Niveau nahezu gleich ist, sind im Vergleich zum gesamten Sample der patentaktiven Unternehmen für die Großunternehmen die Patentstrategien in den letzten Jahren besonders in ihrer Bedeutung gestiegen. Die großen Unternehmen mit ihren großen Patentportfolios und ausdifferenzierten internen Patentorganisationen sind dementsprechend auch eindeutig die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung. Die Summe verschiedener Indikatoren deutet jedoch darauf hin, dass die Dynamik der Patentanmeldungen in den nächsten Jahren nachlassen wird.
Die Erklärungsfaktoren für den Anstieg der Patentanmeldungen sind vielfältig und komplex und können in drei Bündel unterschieden werden. Erstens gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen gestiegenen FuE-Ausgaben bzw. verbesserter FuE-Effizienz einerseits und gestiegenen Patentanmeldungen andererseits. Jedoch ist der Anstieg der FuE-Aktivitäten zu gering, um die gestiegenen Patentanmeldungen zu erklären und der positive Zusammenhang ist gerade für die großen Anmelder nicht nachzuweisen. Zudem wird die gestiegene FuE-Effizienz zu einem großen Teil gerade durch einen Anstieg der Patentanmeldungen nachgewiesen, womit die Erklärungskraft der FuE-Effizienzsteigerungen als Grund für gestiegene Patentanmeldungen geschmälert wird. Zweitens hat die Befragung eindeutig bestätigt, dass sich die Motivation für die Patentierung verbreitert hat, strategische Motivationen zur Patentierung sind über alle Unternehmen wesentliche Treiber für die Patentierung geworden. Drittens gibt es einen evidenten und signifikanten statistischen Zusammenhang zwischen gestiegenen Patentierungen einerseits und erhöhter Kooperationsneigung bzw. Wettbewerbsintensität andererseits.
Die Differenzierung der Motivationsstrukturen hat gezeigt, dass das Patentwesen nach wie vor primär zum klassischen Imitationsschutz genutzt wird. Jedoch hat die Blockade der Entwicklungen von Konkurrenten sowie der Zugewinn an technologischer Reputation schon nahezu dieselbe Bedeutung für die Unternehmen. Diese drei Motivgruppen haben in den letzten Jahren auch am stärksten an Bedeutung gewonnen, während die Motive, Patente als internen Leistungsanreiz und Indikator bzw. zum Austausch (Kreuzlizenzen, Kooperationen, Zugang zum Kapitalmarkt, Lizenzeinnahmen) zu nutzen, für die Gesamtheit der befragten Unternehmen noch etwas zurückstehen.
Die aktuellen Motivationsstrukturen unterscheiden sich nur unwesentlich zwischen den Branchen und Größenklassen. Während es für die Branchen in den letzten Jahren zu einer Konvergenz der Motivationen gekommen ist, hat sich die Motivationsstruktur in den letzten Jahren für die Unternehmen verschiedener Größe unterschiedlich entwickelt. In den letzten Jahren haben die strategischen Motive Blockade, interner Anreiz und Austausch gerade bei den Großunternehmen den größten Bedeutungszuwachs erfahren. Da diese großen Unternehmen für die Patentzahlen hauptverantwortlich sind und für diese gleichzeitig die FuE-Steigerung keine große Erklärungskraft hat, folgt daraus, dass die Zunahme der strategischen Patentierung der zentrale Treiber der Patentierungsdynamik gewesen ist.
Inzwischen wirken jedoch zahlreiche Faktoren darauf hin, dass ein neues Gleichgewicht zwischen den beiden Größen FuE-Ausgaben und Patentanmeldungen erreicht wird, das sich aber vor allem durch die strategischen Patentierungsmotive auf einem höheren Niveau einpendeln wird. Demzufolge sind Patente nach wie vor ein zentraler und brauchbarer Indikator für die Analyse von FuE-Aktivitäten, zumal die Unterschiede in den Patentstrategien zwischen den Branchen relativ gering sind. Allerdings müssen inter-temporale Analysen über die neunziger Jahre, in denen die Verschiebung des Verhältnisses stattgefunden hat, diese Verzerrungen mit berücksichtigen.
NACH OBEN # ZURÜCK
Klaus Burmeister/Andreas Neef: Innovationen
in der Wissensgesellschaft: Visionen und Strategien
Innovationen bestimmen Entwicklungsrichtung und Dynamik der Wissensgesellschaft.
Wenn man Innovationen haben will, sollte man über Vorstellungen,
Szenarien und Leitbilder verfügen, wie die gesellschaftliche
Wirklichkeit in Zukunft aussehen könnte. Wie aber beantworten
wir die Frage, welche Innovationen wir wollen?
Die Wissensgesellschaft steht noch am Anfang. Ihre Konturen werden
erst langsam deutlich. Vorhandene Gestaltungsspielräume müssen
genutzt werden. Innovationen in der Wissensgesellschaft, wollen
sie erfolgreich sein, benötigen eine gesellschaftliche Einbettung.
Deshalb muss Innovation neu gedacht werden. Anhand von fünf
Kernthesen wird versucht, diese Perspektive zu skizzieren:
- Mit antizipativem Denken Leitlinien für Innovationsprozesse
schaffen
-
Wir brauchen ein neues Qualitätsbewusstsein für Innovationen
-
Die Gestaltung der Kontexte ist entscheidend
-
Innovationen entstehen an den Schnittstellen und in Netzwerken
- Innovationen müssen gesellschaftlich synchronisiert
werden
NACH OBEN # ZURÜCK
Nutzung und Ausbau des Internet sind die vermutlich wichtigsten technischen Innovationsquellen dieser Jahrzehnte. Historisch gesehen ist das Internet eine Folge militärischer und ziviler Forschungsförderung, das Ergebnis politischer Entscheidungen zum Aufbau eines weitgehend offenen Wissenschaftsnetzes.
Intendiert waren zwei Hauptaufgaben: Die vernetzte Nutzung entfernter Rechenkapazitäten (telnet) und der Transport digitaler Dateien über dieses Netz (ftp), zwei innovative Anwendungen zur besseren Nutzung teurer Computerressourcen. Erfolgreicher wurde eine dritte, nicht-intendierte kommunikative Nutzung: E-Mail.
In den Jahrzehnten des Ausbaus wurden im wesentlichen zwei Ziele verfolgt: Der Anschluss möglichst vieler Rechner und die Erhöhung der verfügbaren Bandbreite - im Backbone wie in der "letzten Meile". Auch die bislang erfolgreichsten Anwendungen im Netz, das World Wide Web und die Peer-to-Peer-Netze standen vor ihrer eher zufälligen Implementierung nicht auf der Liste geplanter Innovationen. Auch Voice-over-IP oder GRID-Computing gehen nicht auf geplante Innovationen zurück.
Die Kraft technischer Innovationen im Internet, die enorme soziale, ökonomische und politische Potentiale freilegt, ist nicht die Folge geplanter Bedarfsanalyse oder Zielvorgaben, sondern Ergebnis des freien und erfindungsreichen Umgangs mit einer offenen technischen Infrastruktur.
NACH OBEN # ZURÜCK
Neben der wirtschaftlichen wird die gesellschaftliche Relevanz
von Informationstechnologie immer größer. Sie ist sowohl
für die Infrastruktur der vernetzten Gesellschaft verantwortlich
wie für die modernen Kommunikationswerkzeuge und Arbeitsmittel.
Gleichzeitig stehen heute innovative Technologien und damit verbundene
innovative Wertschöpfungsprozesse den bekannten althergebrachten
Modellen gegenüber.
Ob und wie wir Informationsfreiheit gewährleisten können und wie selbstbestimmt wir mit neuen Medien umgehen können wird durch den Einfluss bestimmt, den wir auf die technologische Entwicklung nehmen können. Monopolisierung und die Patentierung von Software behindern Innovationen und Freiheit.
NACH OBEN # ZURÜCK
Innovationen zur Erschließung neuer, zukunftsträchtiger
Märkte sind aus deutscher Sicht die einzige Chance, um den
Herausforderungen der Wissensgesellschaft zu begegnen. Deutschland
hat allerdings im Verlauf der letzten Jahre im weltweiten technologischen
Wettbewerb an Boden verloren, weil sich andere Länder deutlich
dynamischer entwickelt haben, vor allem stärker auf Zukunftsinvestitionen
in Bildung, Forschung und Entwicklung (FuE) und Informations-
und Kommunikationstechnologien (IuK) gesetzt haben.
Ein besonderes Defizit liegt in der eher zögerlichen Durchsetzung
(Diffusion) von IuK-Technologien. Sie stellen die entscheidenden
Basis- und Schlüsseltechnologien auf dem Weg in die Wissenswirtschaft
dar und haben in Vorreiterländern wie den USA wesentliche
Produktivitätsfortschritte ermöglicht und auch Beschäftigung
geschaffen. Nutzungsdefizite bestehen in Deutschland insbesondere
bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), aber auch in Verwaltung
und privaten Haushalten.
Vielfach stehen unzureichende IT-Kenntnisse der Beschäftigten
einem stärkeren Engagement in neuen Technologien entgegen.
Kurzfristig können dabei verstärkte Weiterbildungsanstrengungen
Abhilfe schaffen. Dies reicht jedoch nicht aus, um der sich zukünftig
verschärfenden Fachkräfteproblematik nachhaltig zu begegnen
(Demographie). Schon heute fällt Deutschland gegenüber
anderen Ländern bei jungen Leuten mit akademischer Qualifikationen,
die weltweit immer stärker nachgefragt werden, zurück.
Speziell das Fehlen von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und
Informatikern hat sich schon in den letzten Jahren vielfach als
Innovationshemmnis für die Unternehmen erwiesen.
Deutschland kann es sich nicht leisten, innovative Potenziale
brach liegen zu lassen. Demzufolge müssen die Bildungsanstrengungen
quer über alle Bereiche intensiviert und Systemmängel
beseitigt werden. Besonders wichtig ist zum einen die stärkere
Mobilisierung von jungen Menschen, gerade auch von Frauen, für
techniknahe Ausbildungsgänge. Zum anderen sollte die frühe
Förderung von lernschwächeren Kindern bzw. solchen aus
"bildungsfernen" sozialen Schichten ausgeweitet werden.
Denn es ist aus deutscher Sicht besonders problematisch, dass
Bildungsbeteiligung und Leistungsfähigkeit der Schüler
in hohem Maße von der sozialen und nationalen Herkunft abhängen
(PISA). Wichtig ist auch die breite Vermittlung grundlegender
IuK-Kompetenzen in den Schulen. Dies hilft beim Abbau von Akzeptanzproblemen
und baut der Gefahr einer sozialen Selektion durch den ungleich
verteilten Zugang zu IuK-Medien vor. Darüber hinaus gilt
es - soweit erforderlich - ergänzend ausländisches Arbeitskräftepotenzial
zu erschließen.
Produktivitäts- und Wachstumschancen von IuK-Technologien
eröffnen sich nur dann, wenn sie von den Anwendern für
eigene Innovationen genutzt werden. Die entscheidende Determinante
für FuE- bzw. Innovationsanstrengungen der Unternehmen bilden
jedoch die mittelfristigen Markt- und Wachstumserwartungen, die
in Deutschland derzeit durch die anhaltend schwache binnenwirtschaftliche
Dynamik getrübt sind. Insofern ist es umso wichtiger, dass
der Staat trotz angespannter Haushaltslage Zeichen setzt und seine
eigenen FuE-Anstrengungen nicht einschränkt (Hebelwirkung).
Innovationspolitik ist eine Querschnittsaufgabe für alle
relevanten Politikbereiche. Im Sinne von "OpenInnovation"
bedeutet dies vor allem Breitenförderung (von FuE, Qualifikationen,
IuK-Nutzung und -Kompetenz). Im Einzelnen geht es um die Bereitstellung
der benötigten Qualifikationen (Bildungs-, Gleichstellungs-,
Zuwanderungs-, Arbeitsmarkt-, Sozialpolitik), einer international
wettbewerbsfähigen Wissenschaftslandschaft, eines innovationsfreundlichen
Umfelds (Wettbewerbspolitik) sowie die Förderung der Diffusion
von Wissen und Technologie in die Breite der Wirtschaft (FuT-Politik)
und Gesellschaft.
NACH OBEN # ZURÜCK
Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde in den letzen Jahrzehnten
in bedeutendem Maße durch neue Ideen und Innovationen geprägt.
Innovationen verändern die Wettbewerbslandschaft und das
Konsumentenverhalten. Sie sind insbesondere für die Absicherung
von Arbeitsplätzen an einem Hochlohn-Standort unverzichtbar.
Innovationen können über einen Market Pull - den mehr
oder weniger konkreten Kundenwunsch - entstehen oder sich ebenso
aus einem Technologie Push heraus entwickeln, wie das insbesondere
in der ITK-Branche der Fall ist.
Bei innovativen Ideen, die für den konsumstarken Massenmarkt
bestimmt sind, war und ist die Schnittstelle zum Kunden entscheidend:
- Erfüllt das Produkt den Kundenwunsch oder kann ein "neuer" Kundenwunsch generiert werden?
- Stimmen Angebotstiefe und -breite mit den Kundenbedürfnissen überein?
- Ist das Produkt einfach und verständlich - convenient?
- Passt das Pricing?
Insbesondere in der ITK-Branche lassen sich für ein gemeinsames Verständnis und Agieren der einzelnen Player notwendige Voraussetzungen bzw. Zielkonflikte aufzeigen:
- Proprietäre Systeme ggf. mit langen Patentlaufzeiten versus offene Plattformen
- Offene und definierte Schnittstellen in der Wertschöpfungskette
- Konkurrierende Systeme versus Konvergenz von Technologien
- Einheitliche Standards / Menüs für Endkunden-Anwendungen
- Einheitliche Standards / Schnittstellen für die Integration der Leistung von Sub-Lieferanten bspw. im Content-, Applikations- und Technologie-Bereich
- Förderungspartnerschaften von kleinen Anbietern/Lieferanten durch Normung, faires Pricing, kooperative System-/Produktentwicklung etc.
Der Staat mit seiner regulatorischen Kraft / Macht und auch in seiner Rolle als Nachfrager hat erheblichen ungenutzten Gestaltungsspielraum im ITK-Umfeld. Ebenso können führende Marktplayer durch eine Neuorientierung weg von proprietären Lösungen und dominierendem Einkaufsverhalten neuen Wettbewerb im Sinne des Kunden zulassen ohne ihre starke Position zu gefährden. Das Stichwort "Open Innovation" ist für die ITK Branche in zweifacher Sicht wichtig: als Hochtechnologie Gebiet mit den entsprechenden Folgewirkungen aber auch als Basis - Technologie für die Verbreitung und Strukturierung von Wissen - als Enabler für innovative Ideen!
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Marie Therese Huppertz: Softwarepatente- wirtschaftliche
Anreize für Innovationen
Der Vortrag wird eingehen auf:
- Neue Trends in der Software-Industrie, mit einem Überblick
über die Entwicklung der Industrie in den vergangenen 30
Jahren, einschließlich der Rolle des IP-Schutzes.
-
Bedeutung des Patentschutzes für die Industrie, mehr Transparenz
durch Offenlegung der Erfindungen, die mit der Erteilung der Patente
einhergeht.
-
Kurze Darstellung der Microsoft IP-Lizenzstrategie
NACH OBEN # ZURÜCK
Ulrich Klotz: Thesen zu einer Neuorientierung der Forschungs- und Technologiepolitik
- Viele Maßnahmen unserer Forschungs- und Technologiepolitik
erzielen bislang oftmals nicht die erhoffte Wirkung, weil sie
im Kern auf einem überholten Modell des Innovationsprozesses
basieren. Die Evaluation bisheriger Programme der Forschungs-
und Technologiepolitik ergibt, dass die in der Vergangenheit
vorrangig auf Technik konzentrierte Förderung nicht in
erhofftem Maß zu Innovationen führt, weil der Aufbau
des für wirtschaftliche Erfolge und neue Arbeitsplätze
erforderlichen Innovations-Know-Hows mehr ist als technisch-naturwissenschaftliche
Erkenntnisgewinnung. Aufgrund der einseitigen Vorgehensweise
werden Innovationen immer wieder in unangepassten sozialen Strukturen
versucht. Da die Umsetzung der Innovationen durch das vorhandene
Know-How begrenzt wird, scheitern technische Neuerungen oder
finden nur stark verzögert statt, wenn entsprechende Kompetenzen
zu spät aufgebaut werden oder wenn - was immer häufiger
der Fall ist - entsprechende Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt
nicht verfügbar sind.
-
Die bislang wenig erfolgreichen Ansätze der staatlichen
Forschungs- und Technologiepolitik sollten nicht länger fortgeschrieben
werden. Stattdessen erscheint eine grundlegende Neuausrichtung
der staatlichen Aktivitäten im Rahmen der aktuellen Innovationsinitiative
zweckmäßig. Anstelle einer neuerlichen Auflage von
traditionell technokratischen Orientierungen sollte künftig
allem voran dem Kern des Innovationsprozesses mehr Aufmerksamkeit
gewidmet werden.
- Innovation ist kein technischer Vorgang sondern ein komplexer
sozialer Prozess, in dem ökonomische Interessen, gesellschaftliche
und betriebliche Kräfteverhältnisse, kulturelle Normen
und Wertvorstellungen und andere, vor allem sogenannte "weiche"
Faktoren entscheidende Rolle spielen. Der Engpassfaktor im Innovationsprozess
ist die personengebundene und die organisatorische Kompetenz.
Eine Restrukturierung der Innovationspolitik muss hier ansetzen
und vor allem neue Formen einer integrierten Personal- und Organisationsentwicklung
fördern. Um dem wachsenden Innovationsdruck auch unter
den Bedingungen der zunehmend wissensbasierten Wirtschaft erfolgreich
standhalten zu können, sind grundlegende Änderungen
in der Art und Weise, wie Unternehmen geführt werden,
unumgänglich. Arbeitsprozesse müssen so gestaltet
sein, dass die Menschen ihre Fähigkeiten, ihr Wissen, ihre
Erfahrungen und nicht zuletzt ihre innovativen Potenziale und
Ideen möglichst ungehindert entfalten und gleichzeitig
ihre Arbeit mit dem übrigen Leben in Einklang bringen
können.
-
Hauptproblem des Standorts Deutschland ist die vorherrschende
Unternehmenskultur, die noch stark den industriellen Arbeits-
und Organisationsformen, Wertesystemen und Verhaltensmustern verhaftet
ist. Die hieraus resultierende Innovationsschwäche ist
ein Haupthindernis für den Erhalt von Wettbewerbsfähigkeit
und damit von Arbeitsplätzen. Die in vielen Unternehmen
vorherrschenden Führungsstile und Managementkonzepte lähmen
den Erfindergeist. Statt einer Vorgesetzten-Kultur, in der sich
der Wert einer Aufgabe dadurch definiert, inwieweit sie dem Vorgesetzten
nützt, statt einer Kultur, in der Risikovermeidung und Schuldzuweisung
dominiert, bedarf es offener Unternehmenskulturen, in denen Minderheiten,
abweichende Meinungen und Querdenker als wertvolles Ideenpotential
akzeptiert werden und Schutz, Freiräume und Förderung
genießen.
- Die staatliche Forschungs- und Technologiepolitik muss sich
von der Vorstellung eines linearen und technischen Innovationsprozesses
verabschieden. Künftig gilt es, vor allem den vielgestaltigen
sozio-kulturellen Nährboden, auf dem Innovationen entstehen,
zu fördern und vorausschauend intelligent lenkende Rahmenbedingungen
zu schaffen - nicht aber durch staatliche Vorgabe von Technik-Präferenzen
wissender (oder innovativer) sein zu wollen, als es die eigentlichen
Innovatoren und die Märkte sind. Statt in oftmals erfolglosen
Aufholjagden technische Entwicklungen und prestigeträchtige
Großprojekte zu subventionieren, ist es ratsam, sich auf
die originären Stärken Europas als traditionsreichen
Raum der Vielfalt zu besinnen und soziale, organisatorische
und kulturelle Innovationen zu fördern, die nun einmal
die Voraussetzungen für erfolgreiche technische Innovationen
sind. Auf diesem Nährboden sind in vergangenen Jahrhunderten
die großen europäischen Innovationen entstanden und
auf diese Weise können wir wieder an den Erfolgen der Vergangenheit
anknüpfen. Statt zu versuchen, forschungs- und technologiepolitische
Ansätze etwa aus den USA oder Japan zu kopieren, erscheint
es aussichtsreicher, ein eigenständiges Modell zu etablieren,
das an europäischen Traditionen von Individualität
und Vielfalt anknüpft und in dem neben etablierten Strukturen
auch Freiräume offenstehen, in denen sich alternative Konzepte
entwickeln können.
-
Industrielle Arbeits- und Organisationsformen werden zunehmend
durch neue Formen der Wertschöpfung und neue Unternehmensmodelle
abgelöst. Diese facettenreiche Entwicklung sollte gezielt
durch Maßnahmen zur Förderung innovativer Arbeitsgestaltung
forciert werden, wie sie unter anderem in der DGB-Initiative:
"Zukunft der Arbeit - Unternehmen der Zukunft" skizziert
sind.
-
Eine Forschungs- und Technologiepolitik, die sich weiterhin
vorrangig an technischer Machbarkeit und nicht an der Lösung
absehbarer sozialer und ökologischer Probleme orientiert,
vermag keine tragfähige Brücke in die Zukunft zu schlagen.
Jede künftige Regierung ist deshalb gut beraten, wenn sie
die notwendigen Richtungsänderungen in diesem Feld ganz
oben auf ihre Agenda setzt, denn in einer immer komplexeren, dynamischeren
und immer stärker von Technologie bestimmten Welt wird der
Erfolg oder Misserfolg auch in vielen anderen Politikfeldern
immer stärker hiervon abhängen.
NACH OBEN # ZURÜCK
"Soziale Software" hat in jüngster Zeit besonders durch das Aufkommen so genannter Sozialer Netzwerke Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dahinter verbergen sich Online-Dienste wie Friendster, Ryze in den USA oder OpenBC hierzulande, mit denen man eigene Netzwerke knüpfen und erweitern kann. Verbunden werden mit dem Phänomen auch Weblogs und Wikis, also letztlich einfache Formen zum Online-Publizieren mit elektronischen Redaktionssystemen. Der Begriff ist allerdings schon älter und hat seine ersten Ausprägungen bereits mit der E-Mail und dem frühen Hype um Online-Communities gefunden. Man könnte ihn zudem stark ausweiten, indem man das Augenmerk auf die Tatsache lenkt, dass letztlich jede Software von Designern gemacht und damit deren Vorstellungen im Code implementiert enthält. Als Bedingung "moderner" sozialer Software werden zur Abgrenzung häufig die Möglichkeiten genannt, mit anderen Menschen zu kommunizieren, von ihnen Feedback zu erhalten und ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen. Die vom Internet technisch immer schon hergestellte Vernetzung von Teilnehmern wird von den Nutzern aus eigenem Antrieb mit Hilfe von eigens geschaffenen Programmen und Protokollen genutzt, um sie in den sozialen Alltag zu integrieren. Dabei sind auch innovative Formen politischer Betätigung entstanden wie etwa die Verknüpfungssite Meetup. Über dieses System arrangierten beispielsweise Anhänger des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Howard Dean ihre weltweiten Treffen. Inwieweit mit sozialer Software auch die Formation einer kritischen Netzöffentlichkeit und eine Ausweitung des demokratischen Diskurses einhergeht, wird am Beispiel der Bloggerszene während des Irak-Kriegs gezeigt.
NACH OBEN # ZURÜCK
Die folgenden Thesen werden im Vortrag näher ausgeführt:
Open innovation beruht auf der freien (nicht zwingend synonym
mit kostenlosen) Verwendung bestehenden Wissens, um daraus neues
Wissen als Grundlage neuer Produkte oder Produktionsverfahren
zu produzieren und neue soziale Strukturen in Politik und Gesellschaften
entstehen zu lassen.
Verknappungsstrategien (permission innovation) für den Umgang
mit Wissen und Information, wie sie von der Informationswirtschaft
immer intensiver eingefordert werden, sind für Innovation
kontraproduktiv, weil sie in der Regel lediglich den erreichten
Wissens-/Produktions-/Organisationsstand sichern. Open innovation
kann sich nur entfalten, wenn bestehende Strukturen und tradiertes
Wissen nicht nur geschützt, sondern auch in Frage gestellt
werden können.
Open innovation wird entsprechend massiv behindert, wenn die seit
gut 10 Jahren bestehende internationale Tendenz sich weiter fortsetzt,
die Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums im Sinne eines Handelsrechts
und durch intensivierte Schutzvorschriften weiterzuentwickeln,
oder wenn diese nur in der jetzigen Form bestehen bleiben. Erforderlich
- auch in globaler Perspektive - ist ein grundlegendes Umsteuern
bei den jetzigen auf exklusive (proprietäre) Verwertung abzielenden
Regelungen für intellektuelle Werke zugunsten der Prinzipien
von Freizügigkeit, Transparenz, Kollaboration und Teilen
(Information sharing) beim Umgang mit Wissen und Information.
Innovationen beruhen immer weniger auf individuellen Leistungen
einzelner Forscher oder charismatischen Unternehmern, sondern
entstehen als Ergebnisse von kollaborativen, in Netzumgebungen
zunehmend virtuell, global verteilt organisierten Prozessen. Entsprechend
werden die durch Rechtsvorschriften geschützten Konzepte
des individuellen Autors/Urhebers als Innovationsträger bzw.
des intellektuellen Eigentums überhaupt problematisch.
Für kollaborative, auf Innovation abzielende Prozesse sind
soziale Anreiz-/Belohnungs-/Gratifikationsverfahren wichtiger
als direkte monetäre Belohnungen, die als Sekundäranreize
allerdings keineswegs ausgeschlossen bleiben sollten.
Innovationen sind nicht allein unter dem Gesichtspunkt der direkten
wirtschaftlichen Verwertung und des wirtschaftlichen Fortschritts
zu bewerten, sondern auch danach, inwieweit sie den Prinzipien
der Nachhaltigkeit, der Inklusivität und Gerechtigkeit entsprechen.
Innovation ist daher nicht nur auf den Bereich der Arbeitswelt
zu beziehen (klassisch: als Einführung eines neuen Produkts
oder einer neuen Organisationsform für bestehende Produkte),
sondern auch auf neue Formen sozialer Gerechtigkeit, der Friedenssicherung,
der Überwindung von digital divides und der politischen,
demokratiefördernden Mitbestimmung und Transparenz.
NACH OBEN # ZURÜCK
Häufig wird die Frage gestellt, ob und inwieweit technische und mediale Mittel einen innovativen Beitrag zur Gestaltung von Demokratie leisten können. Der einschlägige Terminus technicus ist "elektronische Demokratie", in deren Entwicklung vielerorts Hoffnungen und reichlich Gelder investiert wurden. Über die konkreten Resultate dieser Versuche breitet sich mittlerweile Ernüchterung aus, zumal das ökonomisch-politische Umfeld der Neuen Informations- und Kommunikationstechnologien weniger brillant aussieht als erhofft.
Der Beitrag grenzt zunächst die Begriffe von "E-Democracy" und "E-Government" voneinander ab, um insbesondere den Blick auf die demokratiepolitischen Innovationspotenziale neuer Medien zu eröffnen. Dabei gewinnen zunehmend Möglichkeiten zur elektronisch vermittelten "Deliberation" politischer Entscheidungen an Bedeutung. Flankierend dazu werden digitale Politikprozesse vorgestellt (z.B. virtuelle Parteimitgliedschaften, digitale Stimmabgabe oder Vote-Swapping), die auf einen wachsenden Bedarf eines "politischen Innovationsmanagements" hinweisen.
NACH OBEN # ZURÜCK
Irgendwie wird man bei dem deutschen Wort Allmende den Gedanken
an
braunäugige Kühe nicht los, die auf einer blühenden
Alm glücklich vor sich hin
grasen. Allmende ist auch in den einschlägigen Lexika zu
allererst eine
Gemeindewiese. Die deutsche Rede von der Allmende klingt deshalb
ein wenig
altfränksch.
In der englischen Sprache ist das anders, nicht erst, seit Larry
Lessig seine «Creative
Commons-Initiative» ins Leben gerufen hat. Das freie Land,
das von guten Farmern
genutzt und von habgierigen Schurken geraubt wird Kampf
um Land und Wasser,
ein Holywood-Thema bis in unsere Tage. Das «Commons»
war nie ganz aus dem
Bewusstsein der Zeitgenossen verschwunden. Hinzugekommen sind
in jüngerer Zeit
wissenschaftlich bahnbrechende Arbeiten über die Tragödie
oder Komödie der
Allmende und das «Anticommons».
So ist es fester Bestandteil der intellektuellen und politischen
Kultur der USA
geblieben, dass es neben dem Staat und dem privaten Eigentümer
einen dritten
Akteur geben kann oder sogar muss, der Ressourcen im Interesse
des Gemeinwohls
verwaltet. Seit dem Manifest des Juristen James Boyle von 1997
ist die Diskussion
um das «Commons» auch aus den Debatten um die gesellschaftliche
Organisation
des Internet und der Informationsgesellschaft als ganzem nicht
mehr wegzudenken.
Indessen, wirkliche Klarheit hat die bisherige Debatte auch in
den USA nicht
gebracht, wenn man etwa bedenkt, dass selbst führende Rechtslexika
widersprüchliche Definitionen des «Commons» anzubieten
haben. Ich benutze hier
zur ersten Orientierung eine Definition, die den Aspekt des Zugriffs
betont: Eine
Allmende ist eine Ressource, die gemeinsam genutzt wird und deren
Zugriff offen für
alle Nutzer ist unbeschadet ihrer Identität oder des
intendierten Gebrauchs.
Es hat den Anschein, dass so organisierte Gebilde in hohem Maße
Innovationen
hervorbringen jedenfalls bei klassischen Allmenden wie
zum Beispiel Straßen. Es
spricht wenig dafür, dass es bei technisch vernetzten Infrastrukturen
anders ist.
Wenn wir zu einem ökonomischen Paradigmenwechsel bereit sind,
erwartet uns ein
erfreuliches Ende: eine Komödie der Allmende.
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Ausgehend vom allgemeinen Patentgedanken wird dargelegt, inwieweit die Vorteile von Patentgewährungen für die Gesellschaft je nach Branche in einem unterschiedlichen Verhältnis zu den Nachteilen stehen. Der Referent wird seine Position erläutern, warum er einen Patentschutz für Software nicht als sinnvolle Ergänzung zum Urheberrechtsschutz, sondern als gefährliches und unter dem Strich schädliches Instrument ansieht, das zu weniger und nicht zu mehr Innovation führt. Der grassierende Missbrauch und die zunehmende Pervertierung des Patentwesens als strategischer Waffe wird exemplarisch erläutert.
Der bisherige Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens zu einer EU-Richtlinie über die "Patentierbarkeit computer-implementierter Erfindungen", kurz "Softwarepatent-Richtlinie", wird überblicksartig dargestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die politischen Streitpunkte gelegt sowie auf die Zusammensetzung der beiden Lager (Befürworter und Gegner von Softwarepatenten).
Abschließend wird erläutert, warum Softwarepatente besonders Open-Source-Software bedrohen und im Zeitalter von Open Source die Berechtigung des Patentwesens als Anreizsystem für Innovationen und Wissensvermehrung generell in Frage zu stellen ist.
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Open Source ist keineswegs das einzige Beispiel eines neuen Innovationsmodells, das als " Collective Invention" gekennzeichnet wird. Es gibt mehrere erfolgreiche Fälle von Innovationen, die von Unternehmen und Individuen ohne private Eigentumsrechte entwickelt und der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden. Beispiele sind die britische Hochofen-Industrie im 19. Jahrhundert, der berühmte "Homebrew Computer Club" der Stanford University sowie jüngst die Flachbildschirm-Industrie. Allerdings sind diese Fälle dadurch gekennzeichnet, dass sie nach der Ausbildung von sog. "dominanten Designs" nicht länger als "kollektive Innovationen" weiterentwickelt wurden. Es stellt sich deshalb die Frage, unter welchen Bedingungen "kollektive Innovationen" auf Dauer erfolgreich sein können. Wir zeigen in einem ersten Schritt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Fällen auf. Im zweiten Schritt analysieren wir die besonderen Bedingungen von "Open Source", die auch nach der Ausbildung eines "dominanten Designs" dazu geführt haben, dass die Form der "kollektiven Innovation" weiterhin erfolgreich beibehalten wurde. Wir zeigen, dass dies einerseits auf die institutionelle Innovation des "Copyleft" und andererseits auf Kooperationsbedingungen zurückzuführen ist, welche normbasiertes Handeln begünstigen.
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Der Vortrag behandelt allgemein die Phänomene Innovation und Kreativität und beschreibt insbesondere auch die Wechselwirkung von Innovation, Märkten und gesellschaftlicher Entwicklung.
Es wird gefragt, wie Innovationen im Kontext der aktuellen Globalisierungsprozesse einzuschätzen sind. Ferner wird auf mögliche bessere institutionelle Lösungen eingegangen.
Schließlich werden einzelne aktuelle attraktive Innovationsfelder und ihr Potential im Kontext des vorher Gesagten kurz angerissen.
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Das Internet ist das am schnellsten wachsende technische Netzwerk der Geschichte. Die Zahl der mit ihm verbundenen Computer hat sich seit 1981 jedes Jahr verdoppelt und nähert sich 200 Millionen. Die Zahl der Menschen, die das Internet benutzen, wird auf deutlich über 600 Millionen geschätzt.
Der außerordentliche Erfolg des Internets beruht nicht zuletzt auf einer Flut von Innovationen, die immer neue Anwendungen hervorbringen und damit eine Vielzahl neuer Nutzungen ermöglichen: das World Wide Web, E-Mail, Instant Messaging, Internet-Telefonie, Audio- und Video-Streaming oder E-Commerce sind nur Beispiele dieser Entwicklung.
Dieser Vortrag argumentiert, dass die Vielzahl von Innovationen auf allen Ebenen des Internets kein Zufall ist, sondern maßgeblich auf der Architektur des Internets beruht. Der Architektur des Internet liegt ein Design-Prinzip zugrunde, das als End-to-End-Prinzip bezeichnet wird. Das End-to-End-Prinzip regelt die Verteilung von Funktionen innerhalb eines Netzwerks.
Der Vortrag erklärt, wie dieses Design Innovation fördert und warum diese Einsicht nicht nur für Informatiker, sondern auch für Politik und Wirtschaft von Bedeutung ist.
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In diesem Beitrag wird es darum gehen, welchen Einfluss Open Access zu Forschungsergebnissen, wie in der Berliner Erklärung gefordert, auf die Innovationsfähigkeit haben. Die unmittelbaren positiven Auswirkungen eines freien, effektiven und umfassenden Zugangs zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung für die Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Wissenschaft selbst, werden aufgezeigt. Erst wenn sich Open Access als globales Grundprinzip für die wissenschaftliche Kommunikation durchsetzt, kann sich das Innovationspotentials von Internet, WorldWideWeb und Gridtechnologien für die Generierung, Verbreitung, Evaluierung und Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse voll entfalten.
URL: Berlin Declaration for Open Access to Knowledge in the Sciences and Humantities http://www.zim.mpg.de/openaccess-berlin
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Open Innovation - Abstracts
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WWW.WISSENSGESELLSCHAFT.ORG # HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG # 2004
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