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Konferenz

Open Innovation!

Auf der Suche nach neuen Leitbildern

Abstracts

Knut Blind: Neue Herausforderungen für den Innovationsindikator Patente

Der Vortrag bezieht sich auf die Studie des Fraunhofer Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung "Erfindungen contra Patente" vom Dezember 2003. Hintergrund der Untersuchung war die Diskrepanz zwischen dem eher verhaltenen Anstieg der FuE-Ausgaben und der Verdopplung der Patentanmeldungen in den neunziger Jahren und die sich daraus ergebenden Probleme für Patente als Indikatoren für FuE-Aktivitäten. Ziel war es zum einen, zu beschreiben und zu klären, wie sich das Verhältnis zwischen FuE-Aktivitäten und Patentierungsverhalten verändert hat, zum anderen sollten die Erklärungsfaktoren hierfür bestimmt werden.
Sowohl die patentstatistischen Analysen als auch die Befragung haben eindeutig bestätigt, dass es insbesondere seit Mitte der neunziger Jahre zu einem massiven Anstieg der Patentanmeldungen, insbesondere auch der Auslandsanmeldungen, gekommen ist. Patente nehmen unter alternativen formellen und informellen Instrumenten eine sehr hohe Bedeutung als Schutzmechanismus für Erfindungen und Innovationen ein und haben auch in den letzten fünf Jahren den höchsten Bedeutungszuwachs erfahren. Während die aktuelle Bedeutung der Patente für alle Sektoren und Größenklassen auf sehr hohem Niveau nahezu gleich ist, sind im Vergleich zum gesamten Sample der patentaktiven Unternehmen für die Großunternehmen die Patentstrategien in den letzten Jahren besonders in ihrer Bedeutung gestiegen. Die großen Unternehmen mit ihren großen Patentportfolios und ausdifferenzierten internen Patentorganisationen sind dementsprechend auch eindeutig die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung. Die Summe verschiedener Indikatoren deutet jedoch darauf hin, dass die Dynamik der Patentanmeldungen in den nächsten Jahren nachlassen wird.
Die Erklärungsfaktoren für den Anstieg der Patentanmeldungen sind vielfältig und komplex und können in drei Bündel unterschieden werden. Erstens gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen gestiegenen FuE-Ausgaben bzw. verbesserter FuE-Effizienz einerseits und gestiegenen Patentanmeldungen andererseits. Jedoch ist der Anstieg der FuE-Aktivitäten zu gering, um die gestiegenen Patentanmeldungen zu erklären und der positive Zusammenhang ist gerade für die großen Anmelder nicht nachzuweisen. Zudem wird die gestiegene FuE-Effizienz zu einem großen Teil gerade durch einen Anstieg der Patentanmeldungen nachgewiesen, womit die Erklärungskraft der FuE-Effizienzsteigerungen als Grund für gestiegene Patentanmeldungen geschmälert wird. Zweitens hat die Befragung eindeutig bestätigt, dass sich die Motivation für die Patentierung verbreitert hat, strategische Motivationen zur Patentierung sind über alle Unternehmen wesentliche Treiber für die Patentierung geworden. Drittens gibt es einen evidenten und signifikanten statistischen Zusammenhang zwischen gestiegenen Patentierungen einerseits und erhöhter Kooperationsneigung bzw. Wettbewerbsintensität andererseits.
Die Differenzierung der Motivationsstrukturen hat gezeigt, dass das Patentwesen nach wie vor primär zum klassischen Imitationsschutz genutzt wird. Jedoch hat die Blockade der Entwicklungen von Konkurrenten sowie der Zugewinn an technologischer Reputation schon nahezu dieselbe Bedeutung für die Unternehmen. Diese drei Motivgruppen haben in den letzten Jahren auch am stärksten an Bedeutung gewonnen, während die Motive, Patente als internen Leistungsanreiz und Indikator bzw. zum Austausch (Kreuzlizenzen, Kooperationen, Zugang zum Kapitalmarkt, Lizenzeinnahmen) zu nutzen, für die Gesamtheit der befragten Unternehmen noch etwas zurückstehen.
Die aktuellen Motivationsstrukturen unterscheiden sich nur unwesentlich zwischen den Branchen und Größenklassen. Während es für die Branchen in den letzten Jahren zu einer Konvergenz der Motivationen gekommen ist, hat sich die Motivationsstruktur in den letzten Jahren für die Unternehmen verschiedener Größe unterschiedlich entwickelt. In den letzten Jahren haben die strategischen Motive Blockade, interner Anreiz und Austausch gerade bei den Großunternehmen den größten Bedeutungszuwachs erfahren. Da diese großen Unternehmen für die Patentzahlen hauptverantwortlich sind und für diese gleichzeitig die FuE-Steigerung keine große Erklärungskraft hat, folgt daraus, dass die Zunahme der strategischen Patentierung der zentrale Treiber der Patentierungsdynamik gewesen ist.
Inzwischen wirken jedoch zahlreiche Faktoren darauf hin, dass ein neues Gleichgewicht zwischen den beiden Größen FuE-Ausgaben und Patentanmeldungen erreicht wird, das sich aber vor allem durch die strategischen Patentierungsmotive auf einem höheren Niveau einpendeln wird. Demzufolge sind Patente nach wie vor ein zentraler und brauchbarer Indikator für die Analyse von FuE-Aktivitäten, zumal die Unterschiede in den Patentstrategien zwischen den Branchen relativ gering sind. Allerdings müssen inter-temporale Analysen über die neunziger Jahre, in denen die Verschiebung des Verhältnisses stattgefunden hat, diese Verzerrungen mit berücksichtigen.

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Klaus Burmeister/Andreas Neef: Innovationen in der Wissensgesellschaft: Visionen und Strategien

Innovationen bestimmen Entwicklungsrichtung und Dynamik der Wissensgesellschaft. Wenn man Innovationen haben will, sollte man über Vorstellungen, Szenarien und Leitbilder verfügen, wie die gesellschaftliche Wirklichkeit in Zukunft aussehen könnte. Wie aber beantworten wir die Frage, welche Innovationen wir wollen?
Die Wissensgesellschaft steht noch am Anfang. Ihre Konturen werden erst langsam deutlich. Vorhandene Gestaltungsspielräume müssen genutzt werden. Innovationen in der Wissensgesellschaft, wollen sie erfolgreich sein, benötigen eine gesellschaftliche Einbettung. Deshalb muss Innovation neu gedacht werden. Anhand von fünf Kernthesen wird versucht, diese Perspektive zu skizzieren:

  1. Mit antizipativem Denken Leitlinien für Innovationsprozesse schaffen
  2. Wir brauchen ein neues Qualitätsbewusstsein für Innovationen
  3. Die Gestaltung der Kontexte ist entscheidend
  4. Innovationen entstehen an den Schnittstellen und in Netzwerken
  5. Innovationen müssen gesellschaftlich synchronisiert werden

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Wolfgang Coy: Die Geburt der Innovation aus dem Geist des Internets: Von der E-Mail zum GRID

Nutzung und Ausbau des Internet sind die vermutlich wichtigsten technischen Innovationsquellen dieser Jahrzehnte. Historisch gesehen ist das Internet eine Folge militärischer und ziviler Forschungsförderung, das Ergebnis politischer Entscheidungen zum Aufbau eines weitgehend offenen Wissenschaftsnetzes. Intendiert waren zwei Hauptaufgaben: Die vernetzte Nutzung entfernter Rechenkapazitäten (telnet) und der Transport digitaler Dateien über dieses Netz (ftp), zwei innovative Anwendungen zur besseren Nutzung teurer Computerressourcen. Erfolgreicher wurde eine dritte, nicht-intendierte kommunikative Nutzung: E-Mail.
In den Jahrzehnten des Ausbaus wurden im wesentlichen zwei Ziele verfolgt: Der Anschluss möglichst vieler Rechner und die Erhöhung der verfügbaren Bandbreite - im Backbone wie in der "letzten Meile". Auch die bislang erfolgreichsten Anwendungen im Netz, das World Wide Web und die Peer-to-Peer-Netze standen vor ihrer eher zufälligen Implementierung nicht auf der Liste geplanter Innovationen. Auch Voice-over-IP oder GRID-Computing gehen nicht auf geplante Innovationen zurück.
Die Kraft technischer Innovationen im Internet, die enorme soziale, ökonomische und politische Potentiale freilegt, ist nicht die Folge geplanter Bedarfsanalyse oder Zielvorgaben, sondern Ergebnis des freien und erfindungsreichen Umgangs mit einer offenen technischen Infrastruktur.

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Elmar Geese

Neben der wirtschaftlichen wird die gesellschaftliche Relevanz von Informationstechnologie immer größer. Sie ist sowohl für die Infrastruktur der vernetzten Gesellschaft verantwortlich wie für die modernen Kommunikationswerkzeuge und Arbeitsmittel. Gleichzeitig stehen heute innovative Technologien und damit verbundene innovative Wertschöpfungsprozesse den bekannten althergebrachten Modellen gegenüber.
Ob und wie wir Informationsfreiheit gewährleisten können und wie selbstbestimmt wir mit neuen Medien umgehen können wird durch den Einfluss bestimmt, den wir auf die technologische Entwicklung nehmen können. Monopolisierung und die Patentierung von Software behindern Innovationen und Freiheit.

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Birgit Gehrke

Innovationen zur Erschließung neuer, zukunftsträchtiger Märkte sind aus deutscher Sicht die einzige Chance, um den Herausforderungen der Wissensgesellschaft zu begegnen. Deutschland hat allerdings im Verlauf der letzten Jahre im weltweiten technologischen Wettbewerb an Boden verloren, weil sich andere Länder deutlich dynamischer entwickelt haben, vor allem stärker auf Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung (FuE) und Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) gesetzt haben.
Ein besonderes Defizit liegt in der eher zögerlichen Durchsetzung (Diffusion) von IuK-Technologien. Sie stellen die entscheidenden Basis- und Schlüsseltechnologien auf dem Weg in die Wissenswirtschaft dar und haben in Vorreiterländern wie den USA wesentliche Produktivitätsfortschritte ermöglicht und auch Beschäftigung geschaffen. Nutzungsdefizite bestehen in Deutschland insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), aber auch in Verwaltung und privaten Haushalten.
Vielfach stehen unzureichende IT-Kenntnisse der Beschäftigten einem stärkeren Engagement in neuen Technologien entgegen. Kurzfristig können dabei verstärkte Weiterbildungsanstrengungen Abhilfe schaffen. Dies reicht jedoch nicht aus, um der sich zukünftig verschärfenden Fachkräfteproblematik nachhaltig zu begegnen (Demographie). Schon heute fällt Deutschland gegenüber anderen Ländern bei jungen Leuten mit akademischer Qualifikationen, die weltweit immer stärker nachgefragt werden, zurück. Speziell das Fehlen von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Informatikern hat sich schon in den letzten Jahren vielfach als Innovationshemmnis für die Unternehmen erwiesen.
Deutschland kann es sich nicht leisten, innovative Potenziale brach liegen zu lassen. Demzufolge müssen die Bildungsanstrengungen quer über alle Bereiche intensiviert und Systemmängel beseitigt werden. Besonders wichtig ist zum einen die stärkere Mobilisierung von jungen Menschen, gerade auch von Frauen, für techniknahe Ausbildungsgänge. Zum anderen sollte die frühe Förderung von lernschwächeren Kindern bzw. solchen aus "bildungsfernen" sozialen Schichten ausgeweitet werden. Denn es ist aus deutscher Sicht besonders problematisch, dass Bildungsbeteiligung und Leistungsfähigkeit der Schüler in hohem Maße von der sozialen und nationalen Herkunft abhängen (PISA). Wichtig ist auch die breite Vermittlung grundlegender IuK-Kompetenzen in den Schulen. Dies hilft beim Abbau von Akzeptanzproblemen und baut der Gefahr einer sozialen Selektion durch den ungleich verteilten Zugang zu IuK-Medien vor. Darüber hinaus gilt es - soweit erforderlich - ergänzend ausländisches Arbeitskräftepotenzial zu erschließen.
Produktivitäts- und Wachstumschancen von IuK-Technologien eröffnen sich nur dann, wenn sie von den Anwendern für eigene Innovationen genutzt werden. Die entscheidende Determinante für FuE- bzw. Innovationsanstrengungen der Unternehmen bilden jedoch die mittelfristigen Markt- und Wachstumserwartungen, die in Deutschland derzeit durch die anhaltend schwache binnenwirtschaftliche Dynamik getrübt sind. Insofern ist es umso wichtiger, dass der Staat trotz angespannter Haushaltslage Zeichen setzt und seine eigenen FuE-Anstrengungen nicht einschränkt (Hebelwirkung).
Innovationspolitik ist eine Querschnittsaufgabe für alle relevanten Politikbereiche. Im Sinne von "OpenInnovation" bedeutet dies vor allem Breitenförderung (von FuE, Qualifikationen, IuK-Nutzung und -Kompetenz). Im Einzelnen geht es um die Bereitstellung der benötigten Qualifikationen (Bildungs-, Gleichstellungs-, Zuwanderungs-, Arbeitsmarkt-, Sozialpolitik), einer international wettbewerbsfähigen Wissenschaftslandschaft, eines innovationsfreundlichen Umfelds (Wettbewerbspolitik) sowie die Förderung der Diffusion von Wissen und Technologie in die Breite der Wirtschaft (FuT-Politik) und Gesellschaft.

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Gerhard Huber

Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde in den letzen Jahrzehnten in bedeutendem Maße durch neue Ideen und Innovationen geprägt. Innovationen verändern die Wettbewerbslandschaft und das Konsumentenverhalten. Sie sind insbesondere für die Absicherung von Arbeitsplätzen an einem Hochlohn-Standort unverzichtbar.
Innovationen können über einen Market Pull - den mehr oder weniger konkreten Kundenwunsch - entstehen oder sich ebenso aus einem Technologie Push heraus entwickeln, wie das insbesondere in der ITK-Branche der Fall ist.
Bei innovativen Ideen, die für den konsumstarken Massenmarkt bestimmt sind, war und ist die Schnittstelle zum Kunden entscheidend:

  • Erfüllt das Produkt den Kundenwunsch oder kann ein "neuer" Kundenwunsch generiert werden?
  • Stimmen Angebotstiefe und -breite mit den Kundenbedürfnissen überein?
  • Ist das Produkt einfach und verständlich - convenient?
  • Passt das Pricing?

Insbesondere in der ITK-Branche lassen sich für ein gemeinsames Verständnis und Agieren der einzelnen Player notwendige Voraussetzungen bzw. Zielkonflikte aufzeigen:

  • Proprietäre Systeme ggf. mit langen Patentlaufzeiten versus offene Plattformen
  • Offene und definierte Schnittstellen in der Wertschöpfungskette
  • Konkurrierende Systeme versus Konvergenz von Technologien
  • Einheitliche Standards / Menüs für Endkunden-Anwendungen
  • Einheitliche Standards / Schnittstellen für die Integration der Leistung von Sub-Lieferanten bspw. im Content-, Applikations- und Technologie-Bereich
  • Förderungspartnerschaften von kleinen Anbietern/Lieferanten durch Normung, faires Pricing, kooperative System-/Produktentwicklung etc.

Der Staat mit seiner regulatorischen Kraft / Macht und auch in seiner Rolle als Nachfrager hat erheblichen ungenutzten Gestaltungsspielraum im ITK-Umfeld. Ebenso können führende Marktplayer durch eine Neuorientierung weg von proprietären Lösungen und dominierendem Einkaufsverhalten neuen Wettbewerb im Sinne des Kunden zulassen ohne ihre starke Position zu gefährden. Das Stichwort "Open Innovation" ist für die ITK Branche in zweifacher Sicht wichtig: als Hochtechnologie Gebiet mit den entsprechenden Folgewirkungen aber auch als Basis - Technologie für die Verbreitung und Strukturierung von Wissen - als Enabler für innovative Ideen!

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Marie Therese Huppertz: Softwarepatente- wirtschaftliche Anreize für Innovationen

Der Vortrag wird eingehen auf:

  1. Neue Trends in der Software-Industrie, mit einem Überblick über die Entwicklung der Industrie in den vergangenen 30 Jahren, einschließlich der Rolle des IP-Schutzes.
  2. Bedeutung des Patentschutzes für die Industrie, mehr Transparenz durch Offenlegung der Erfindungen, die mit der Erteilung der Patente einhergeht.
  3. Kurze Darstellung der Microsoft IP-Lizenzstrategie

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Ulrich Klotz: Thesen zu einer Neuorientierung der Forschungs- und Technologiepolitik

  1. Viele Maßnahmen unserer Forschungs- und Technologiepolitik erzielen bislang oftmals nicht die erhoffte Wirkung, weil sie im Kern auf einem überholten Modell des Innovationsprozesses basieren. Die Evaluation bisheriger Programme der Forschungs- und Technologiepolitik ergibt, dass die in der Vergangenheit vorrangig auf Technik konzentrierte Förderung nicht in erhofftem Maß zu Innovationen führt, weil der Aufbau des für wirtschaftliche Erfolge und neue Arbeitsplätze erforderlichen Innovations-Know-Hows mehr ist als technisch-naturwissenschaftliche Erkenntnisgewinnung. Aufgrund der einseitigen Vorgehensweise werden Innovationen immer wieder in unangepassten sozialen Strukturen versucht. Da die Umsetzung der Innovationen durch das vorhandene Know-How begrenzt wird, scheitern technische Neuerungen oder finden nur stark verzögert statt, wenn entsprechende Kompetenzen zu spät aufgebaut werden oder wenn - was immer häufiger der Fall ist - entsprechende Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt nicht verfügbar sind.
  2. Die bislang wenig erfolgreichen Ansätze der staatlichen Forschungs- und Technologiepolitik sollten nicht länger fortgeschrieben werden. Stattdessen erscheint eine grundlegende Neuausrichtung der staatlichen Aktivitäten im Rahmen der aktuellen Innovationsinitiative zweckmäßig. Anstelle einer neuerlichen Auflage von traditionell technokratischen Orientierungen sollte künftig allem voran dem Kern des Innovationsprozesses mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.
  3. Innovation ist kein technischer Vorgang sondern ein komplexer sozialer Prozess, in dem ökonomische Interessen, gesellschaftliche und betriebliche Kräfteverhältnisse, kulturelle Normen und Wertvorstellungen und andere, vor allem sogenannte "weiche" Faktoren entscheidende Rolle spielen. Der Engpassfaktor im Innovationsprozess ist die personengebundene und die organisatorische Kompetenz. Eine Restrukturierung der Innovationspolitik muss hier ansetzen und vor allem neue Formen einer integrierten Personal- und Organisationsentwicklung fördern. Um dem wachsenden Innovationsdruck auch unter den Bedingungen der zunehmend wissensbasierten Wirtschaft erfolgreich standhalten zu können, sind grundlegende Änderungen in der Art und Weise, wie Unternehmen geführt werden, unumgänglich. Arbeitsprozesse müssen so gestaltet sein, dass die Menschen ihre Fähigkeiten, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und nicht zuletzt ihre innovativen Potenziale und Ideen möglichst ungehindert entfalten und gleichzeitig ihre Arbeit mit dem übrigen Leben in Einklang bringen können.
  4. Hauptproblem des Standorts Deutschland ist die vorherrschende Unternehmenskultur, die noch stark den industriellen Arbeits- und Organisationsformen, Wertesystemen und Verhaltensmustern verhaftet ist. Die hieraus resultierende Innovationsschwäche ist ein Haupthindernis für den Erhalt von Wettbewerbsfähigkeit und damit von Arbeitsplätzen. Die in vielen Unternehmen vorherrschenden Führungsstile und Managementkonzepte lähmen den Erfindergeist. Statt einer Vorgesetzten-Kultur, in der sich der Wert einer Aufgabe dadurch definiert, inwieweit sie dem Vorgesetzten nützt, statt einer Kultur, in der Risikovermeidung und Schuldzuweisung dominiert, bedarf es offener Unternehmenskulturen, in denen Minderheiten, abweichende Meinungen und Querdenker als wertvolles Ideenpotential akzeptiert werden und Schutz, Freiräume und Förderung genießen.
  5. Die staatliche Forschungs- und Technologiepolitik muss sich von der Vorstellung eines linearen und technischen Innovationsprozesses verabschieden. Künftig gilt es, vor allem den vielgestaltigen sozio-kulturellen Nährboden, auf dem Innovationen entstehen, zu fördern und vorausschauend intelligent lenkende Rahmenbedingungen zu schaffen - nicht aber durch staatliche Vorgabe von Technik-Präferenzen wissender (oder innovativer) sein zu wollen, als es die eigentlichen Innovatoren und die Märkte sind. Statt in oftmals erfolglosen Aufholjagden technische Entwicklungen und prestigeträchtige Großprojekte zu subventionieren, ist es ratsam, sich auf die originären Stärken Europas als traditionsreichen Raum der Vielfalt zu besinnen und soziale, organisatorische und kulturelle Innovationen zu fördern, die nun einmal die Voraussetzungen für erfolgreiche technische Innovationen sind. Auf diesem Nährboden sind in vergangenen Jahrhunderten die großen europäischen Innovationen entstanden und auf diese Weise können wir wieder an den Erfolgen der Vergangenheit anknüpfen. Statt zu versuchen, forschungs- und technologiepolitische Ansätze etwa aus den USA oder Japan zu kopieren, erscheint es aussichtsreicher, ein eigenständiges Modell zu etablieren, das an europäischen Traditionen von Individualität und Vielfalt anknüpft und in dem neben etablierten Strukturen auch Freiräume offenstehen, in denen sich alternative Konzepte entwickeln können.
  6. Industrielle Arbeits- und Organisationsformen werden zunehmend durch neue Formen der Wertschöpfung und neue Unternehmensmodelle abgelöst. Diese facettenreiche Entwicklung sollte gezielt durch Maßnahmen zur Förderung innovativer Arbeitsgestaltung forciert werden, wie sie unter anderem in der DGB-Initiative: "Zukunft der Arbeit - Unternehmen der Zukunft" skizziert sind.
  7. Eine Forschungs- und Technologiepolitik, die sich weiterhin vorrangig an technischer Machbarkeit und nicht an der Lösung absehbarer sozialer und ökologischer Probleme orientiert, vermag keine tragfähige Brücke in die Zukunft zu schlagen. Jede künftige Regierung ist deshalb gut beraten, wenn sie die notwendigen Richtungsänderungen in diesem Feld ganz oben auf ihre Agenda setzt, denn in einer immer komplexeren, dynamischeren und immer stärker von Technologie bestimmten Welt wird der Erfolg oder Misserfolg auch in vielen anderen Politikfeldern immer stärker hiervon abhängen.

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Stefan Krempl: "Soziale Software": Innovationen für eine kritische Netzöffentlichkeit

"Soziale Software" hat in jüngster Zeit besonders durch das Aufkommen so genannter Sozialer Netzwerke Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dahinter verbergen sich Online-Dienste wie Friendster, Ryze in den USA oder OpenBC hierzulande, mit denen man eigene Netzwerke knüpfen und erweitern kann. Verbunden werden mit dem Phänomen auch Weblogs und Wikis, also letztlich einfache Formen zum Online-Publizieren mit elektronischen Redaktionssystemen. Der Begriff ist allerdings schon älter und hat seine ersten Ausprägungen bereits mit der E-Mail und dem frühen Hype um Online-Communities gefunden. Man könnte ihn zudem stark ausweiten, indem man das Augenmerk auf die Tatsache lenkt, dass letztlich jede Software von Designern gemacht und damit deren Vorstellungen im Code implementiert enthält. Als Bedingung "moderner" sozialer Software werden zur Abgrenzung häufig die Möglichkeiten genannt, mit anderen Menschen zu kommunizieren, von ihnen Feedback zu erhalten und ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen. Die vom Internet technisch immer schon hergestellte Vernetzung von Teilnehmern wird von den Nutzern aus eigenem Antrieb mit Hilfe von eigens geschaffenen Programmen und Protokollen genutzt, um sie in den sozialen Alltag zu integrieren. Dabei sind auch innovative Formen politischer Betätigung entstanden wie etwa die Verknüpfungssite Meetup. Über dieses System arrangierten beispielsweise Anhänger des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Howard Dean ihre weltweiten Treffen. Inwieweit mit sozialer Software auch die Formation einer kritischen Netzöffentlichkeit und eine Ausweitung des demokratischen Diskurses einhergeht, wird am Beispiel der Bloggerszene während des Irak-Kriegs gezeigt.

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Rainer Kuhlen: Einleitungsvortrag

Die folgenden Thesen werden im Vortrag näher ausgeführt:
Open innovation beruht auf der freien (nicht zwingend synonym mit kostenlosen) Verwendung bestehenden Wissens, um daraus neues Wissen als Grundlage neuer Produkte oder Produktionsverfahren zu produzieren und neue soziale Strukturen in Politik und Gesellschaften entstehen zu lassen.
Verknappungsstrategien (permission innovation) für den Umgang mit Wissen und Information, wie sie von der Informationswirtschaft immer intensiver eingefordert werden, sind für Innovation kontraproduktiv, weil sie in der Regel lediglich den erreichten Wissens-/Produktions-/Organisationsstand sichern. Open innovation kann sich nur entfalten, wenn bestehende Strukturen und tradiertes Wissen nicht nur geschützt, sondern auch in Frage gestellt werden können.
Open innovation wird entsprechend massiv behindert, wenn die seit gut 10 Jahren bestehende internationale Tendenz sich weiter fortsetzt, die Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums im Sinne eines Handelsrechts und durch intensivierte Schutzvorschriften weiterzuentwickeln, oder wenn diese nur in der jetzigen Form bestehen bleiben. Erforderlich - auch in globaler Perspektive - ist ein grundlegendes Umsteuern bei den jetzigen auf exklusive (proprietäre) Verwertung abzielenden Regelungen für intellektuelle Werke zugunsten der Prinzipien von Freizügigkeit, Transparenz, Kollaboration und Teilen (Information sharing) beim Umgang mit Wissen und Information.
Innovationen beruhen immer weniger auf individuellen Leistungen einzelner Forscher oder charismatischen Unternehmern, sondern entstehen als Ergebnisse von kollaborativen, in Netzumgebungen zunehmend virtuell, global verteilt organisierten Prozessen. Entsprechend werden die durch Rechtsvorschriften geschützten Konzepte des individuellen Autors/Urhebers als Innovationsträger bzw. des intellektuellen Eigentums überhaupt problematisch.
Für kollaborative, auf Innovation abzielende Prozesse sind soziale Anreiz-/Belohnungs-/Gratifikationsverfahren wichtiger als direkte monetäre Belohnungen, die als Sekundäranreize allerdings keineswegs ausgeschlossen bleiben sollten.
Innovationen sind nicht allein unter dem Gesichtspunkt der direkten wirtschaftlichen Verwertung und des wirtschaftlichen Fortschritts zu bewerten, sondern auch danach, inwieweit sie den Prinzipien der Nachhaltigkeit, der Inklusivität und Gerechtigkeit entsprechen. Innovation ist daher nicht nur auf den Bereich der Arbeitswelt zu beziehen (klassisch: als Einführung eines neuen Produkts oder einer neuen Organisationsform für bestehende Produkte), sondern auch auf neue Formen sozialer Gerechtigkeit, der Friedenssicherung, der Überwindung von digital divides und der politischen, demokratiefördernden Mitbestimmung und Transparenz.

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Claus Leggiewie/Christoph Bieber: Innovationsherd E-Demokratie: von der elektronischen zur interaktiven Demokratie

Häufig wird die Frage gestellt, ob und inwieweit technische und mediale Mittel einen innovativen Beitrag zur Gestaltung von Demokratie leisten können. Der einschlägige Terminus technicus ist "elektronische Demokratie", in deren Entwicklung vielerorts Hoffnungen und reichlich Gelder investiert wurden. Über die konkreten Resultate dieser Versuche breitet sich mittlerweile Ernüchterung aus, zumal das ökonomisch-politische Umfeld der Neuen Informations- und Kommunikationstechnologien weniger brillant aussieht als erhofft.
Der Beitrag grenzt zunächst die Begriffe von "E-Democracy" und "E-Government" voneinander ab, um insbesondere den Blick auf die demokratiepolitischen Innovationspotenziale neuer Medien zu eröffnen. Dabei gewinnen zunehmend Möglichkeiten zur elektronisch vermittelten "Deliberation" politischer Entscheidungen an Bedeutung. Flankierend dazu werden digitale Politikprozesse vorgestellt (z.B. virtuelle Parteimitgliedschaften, digitale Stimmabgabe oder Vote-Swapping), die auf einen wachsenden Bedarf eines "politischen Innovationsmanagements" hinweisen.

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Bernd Lutterbeck: Die Infrastruktur der Allmende. Über Zusammenhänge von Innovation und Zivilgesellschaft

Irgendwie wird man bei dem deutschen Wort Allmende den Gedanken an braunäugige Kühe nicht los, die auf einer blühenden Alm glücklich vor sich hin grasen. Allmende ist auch in den einschlägigen Lexika zu allererst eine Gemeindewiese. Die deutsche Rede von der Allmende klingt deshalb ein wenig altfränksch’.
In der englischen Sprache ist das anders, nicht erst, seit Larry Lessig seine «Creative Commons-Initiative» ins Leben gerufen hat. Das freie Land, das von guten Farmern genutzt und von habgierigen Schurken geraubt wird – Kampf um Land und Wasser, ein Holywood-Thema bis in unsere Tage. Das «Commons» war nie ganz aus dem Bewusstsein der Zeitgenossen verschwunden. Hinzugekommen sind in jüngerer Zeit wissenschaftlich bahnbrechende Arbeiten über die Tragödie oder Komödie der Allmende und das «Anticommons».
So ist es fester Bestandteil der intellektuellen und politischen Kultur der USA geblieben, dass es neben dem Staat und dem privaten Eigentümer einen dritten Akteur geben kann oder sogar muss, der Ressourcen im Interesse des Gemeinwohls verwaltet. Seit dem Manifest des Juristen James Boyle von 1997 ist die Diskussion um das «Commons» auch aus den Debatten um die gesellschaftliche Organisation des Internet und der Informationsgesellschaft als ganzem nicht mehr wegzudenken. Indessen, wirkliche Klarheit hat die bisherige Debatte auch in den USA nicht gebracht, wenn man etwa bedenkt, dass selbst führende Rechtslexika widersprüchliche Definitionen des «Commons» anzubieten haben. Ich benutze hier zur ersten Orientierung eine Definition, die den Aspekt des Zugriffs betont: Eine Allmende ist eine Ressource, die gemeinsam genutzt wird und deren Zugriff offen für alle Nutzer ist – unbeschadet ihrer Identität oder des intendierten Gebrauchs.
Es hat den Anschein, dass so organisierte Gebilde in hohem Maße Innovationen hervorbringen – jedenfalls bei klassischen Allmenden wie zum Beispiel Straßen. Es spricht wenig dafür, dass es bei technisch vernetzten Infrastrukturen anders ist.
Wenn wir zu einem ökonomischen Paradigmenwechsel bereit sind, erwartet uns ein erfreuliches Ende: eine Komödie der Allmende.

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Florian Müller: Softwarepatente: Wettbewerbsbehinderung statt Innovationsschutz

Ausgehend vom allgemeinen Patentgedanken wird dargelegt, inwieweit die Vorteile von Patentgewährungen für die Gesellschaft je nach Branche in einem unterschiedlichen Verhältnis zu den Nachteilen stehen. Der Referent wird seine Position erläutern, warum er einen Patentschutz für Software nicht als sinnvolle Ergänzung zum Urheberrechtsschutz, sondern als gefährliches und unter dem Strich schädliches Instrument ansieht, das zu weniger und nicht zu mehr Innovation führt. Der grassierende Missbrauch und die zunehmende Pervertierung des Patentwesens als strategischer Waffe wird exemplarisch erläutert.
Der bisherige Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens zu einer EU-Richtlinie über die "Patentierbarkeit computer-implementierter Erfindungen", kurz "Softwarepatent-Richtlinie", wird überblicksartig dargestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die politischen Streitpunkte gelegt sowie auf die Zusammensetzung der beiden Lager (Befürworter und Gegner von Softwarepatenten).
Abschließend wird erläutert, warum Softwarepatente besonders Open-Source-Software bedrohen und im Zeitalter von Open Source die Berechtigung des Patentwesens als Anreizsystem für Innovationen und Wissensvermehrung generell in Frage zu stellen ist.

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Margit Osterloh/Sandra Rota: Open Source und "Collective Invention": Ein neues Innovationsmodell?

Open Source ist keineswegs das einzige Beispiel eines neuen Innovationsmodells, das als " Collective Invention" gekennzeichnet wird. Es gibt mehrere erfolgreiche Fälle von Innovationen, die von Unternehmen und Individuen ohne private Eigentumsrechte entwickelt und der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden. Beispiele sind die britische Hochofen-Industrie im 19. Jahrhundert, der berühmte "Homebrew Computer Club" der Stanford University sowie jüngst die Flachbildschirm-Industrie. Allerdings sind diese Fälle dadurch gekennzeichnet, dass sie nach der Ausbildung von sog. "dominanten Designs" nicht länger als "kollektive Innovationen" weiterentwickelt wurden. Es stellt sich deshalb die Frage, unter welchen Bedingungen "kollektive Innovationen" auf Dauer erfolgreich sein können. Wir zeigen in einem ersten Schritt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Fällen auf. Im zweiten Schritt analysieren wir die besonderen Bedingungen von "Open Source", die auch nach der Ausbildung eines "dominanten Designs" dazu geführt haben, dass die Form der "kollektiven Innovation" weiterhin erfolgreich beibehalten wurde. Wir zeigen, dass dies einerseits auf die institutionelle Innovation des "Copyleft" und andererseits auf Kooperationsbedingungen zurückzuführen ist, welche normbasiertes Handeln begünstigen.

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Franz-Josef Radermacher: Sozialer Ausgleich, Wohlstand und Wachstum - zur Rolle von Innovationen für eine bessere globale Zukunft

Der Vortrag behandelt allgemein die Phänomene Innovation und Kreativität und beschreibt insbesondere auch die Wechselwirkung von Innovation, Märkten und gesellschaftlicher Entwicklung.
Es wird gefragt, wie Innovationen im Kontext der aktuellen Globalisierungsprozesse einzuschätzen sind. Ferner wird auf mögliche bessere institutionelle Lösungen eingegangen.
Schließlich werden einzelne aktuelle attraktive Innovationsfelder und ihr Potential im Kontext des vorher Gesagten kurz angerissen.

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Barbara van Schewick: Das End to End-Argument und Innovation im Internet

Das Internet ist das am schnellsten wachsende technische Netzwerk der Geschichte. Die Zahl der mit ihm verbundenen Computer hat sich seit 1981 jedes Jahr verdoppelt und nähert sich 200 Millionen. Die Zahl der Menschen, die das Internet benutzen, wird auf deutlich über 600 Millionen geschätzt.
Der außerordentliche Erfolg des Internets beruht nicht zuletzt auf einer Flut von Innovationen, die immer neue Anwendungen hervorbringen und damit eine Vielzahl neuer Nutzungen ermöglichen: das World Wide Web, E-Mail, Instant Messaging, Internet-Telefonie, Audio- und Video-Streaming oder E-Commerce sind nur Beispiele dieser Entwicklung.
Dieser Vortrag argumentiert, dass die Vielzahl von Innovationen auf allen Ebenen des Internets kein Zufall ist, sondern maßgeblich auf der Architektur des Internets beruht. Der Architektur des Internet liegt ein Design-Prinzip zugrunde, das als End-to-End-Prinzip bezeichnet wird. Das End-to-End-Prinzip regelt die Verteilung von Funktionen innerhalb eines Netzwerks.
Der Vortrag erklärt, wie dieses Design Innovation fördert und warum diese Einsicht nicht nur für Informatiker, sondern auch für Politik und Wirtschaft von Bedeutung ist.

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Theresa Velden: Open Access als Innovationsmotor

In diesem Beitrag wird es darum gehen, welchen Einfluss Open Access zu Forschungsergebnissen, wie in der Berliner Erklärung gefordert, auf die Innovationsfähigkeit haben. Die unmittelbaren positiven Auswirkungen eines freien, effektiven und umfassenden Zugangs zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung für die Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Wissenschaft selbst, werden aufgezeigt. Erst wenn sich Open Access als globales Grundprinzip für die wissenschaftliche Kommunikation durchsetzt, kann sich das Innovationspotentials von Internet, WorldWideWeb und Gridtechnologien für die Generierung, Verbreitung, Evaluierung und Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse voll entfalten.

URL: Berlin Declaration for Open Access to Knowledge in the Sciences and Humantities http://www.zim.mpg.de/openaccess-berlin

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