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Einführung

Am 22. Juni 2001 trat die Richtlinie des Europaeischen Parlaments und des Rates zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft in Kraft. Die Bundesregierung plant die Umsetzung noch in dieser Legislaturperiode. Damit werden die meist gestellten Fragen nach der Wuerdigung der urheber- und leistungsschutzrechtlichen Stellung von Urhebern und Herstellern elektronischer Werke und deren Nutzung in Netzen beantwortet. Neben den Urhebern genießen die Hersteller exklusive Rechte, wie der Vervielfaeltigung, öffentlichen Wiedergabe und Verbreitung. Den Rechtsinhabern werden darüber hinaus technische Schutzmaßnahmen gewährt, die eine missbräuchliche Nutzung ausschließen sollen. Diese Maßnahmen sind zwingend anzuwenden, die Ausnahmetatbestaende im Allgemeininteresse dagegen nur fakultativ.

Wird damit die Informations- und Meinungsbildungsfreiheit - ein verfassungsgemäß ausgestaltetes Grundrecht - künftig dem Verhandlungsgeschick zwischen Universitäten, Bibliotheken, Contentprovidern und Verlagen überlassen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Hearings. Vertreter beider Seiten werden ihre Positionen und Erwartungen an das künftige Urheberrecht in kurzen Statements erläutern. Die VeranstalterInnen wollen damit auch Modelle der Vereinbarkeit der unterschiedlichen Interessen initiieren. und mit VertreterInnen der Entwickler-, Anbieter- und Anwenderseite eine Antwort auf diese Frage finden.


Einführung
Hearing zur Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie der EU
Wert der Information: Ware oder oeffentliches Gut? 11/2001


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