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Orientierung

Ellen Euler: Die digitale Zukunft des europäischen Kultur- und Wissenschaftserbes
Bericht von der Konferenz "Tel-Me-Mor" am 19.-20. Oktober 2006 in der Nationalbibliothek Tallinn/Estland

Konferenzbericht # download (pdf)

Digitales Europäisches Kulturerbe Stellungnahme von Ellen Euler zur Initiative der EU Kommission "i2010 - Digitale Bibliotheken"
Nach der Ankündigung der Google Print (pdf) Initiative im März 2005 rund 15 Millionen Bücher amerikanischer Bibliotheken digitalisieren zu wollen, wurden in Europa Befürchtungen laut, dass dies den Untergang der europäischen Kultur im digitalen Umfeld bedeuten könnte. Die EU Kommission greift nun die Initiative von sechs europäischen Staats- und Regierungschefs für die Schaffung einer virtuellen Europäischen Bibliothek auf. Leitbild der virtuellen europäischen Bibliothek ist die Vision, das europäische Kulturerbe für alle zugänglich zu machen und für die Zukunft dauerhaft zu bewahren. Sie soll mit Hilfe des Internet und unter Einsatz modernster Digitaltechnologien Realität werden.
Die Umsetzung des Plans soll zunächst in strategischen Diskussionen mit Interessengruppen erörtert werden. Nach einer Online-Konsultation, an der alle Interessierten teilnehmen können, sollen die eingegangenen Beiträge in einen Vorschlag für eine Kommissionsempfehlung einfließen. Die vorliegende Stellungnahme (pdf) wurde in Rahmen dieses Konsultationsprozesses veröffentlicht. Die Autorin möchte aktiv den Prozess der Zugänglichmachung und Bewahrung des europäischen Kulturerbes mitgestalten. Ellen Euler, promoviert über das Thema an der Universität Karlsruhe und ist Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung.

Weitergehende Informationen unter: # http://europa.eu.int/information_society/activities/digital_libraries/index_en.htm

Die Zukunft Der Globalen Güter in der Wissensgesellschaft - Auf der Suche nach einer nachhaltigen Politik zum Schutz des geistigen Eigentums
Mit der Perspektive auf die Globalen Güter wird das Interesse an kollektiven nationalen oder globalen Ressourcen gegen die private wie gegen die staatliche Ausplünderung geltend gemacht. Die Forderung nach einem Schutz der "Global Commons" verortet sich entsprechend zwischen Marktaffirmation und Staatsvertrauen. Sie wendet sich dagegen, dass proprietäre Grenzziehungen den Bereich bisher frei zugänglicher Informations-Ressourcen verkleinern und kontrollieren und damit eine wesentliche Ressource für kulturelle, soziale und wirtschaftliche Innovation verbrauchen.

Dokumentation der Heinrich-Böll-Stiftung Nr.26, Berlin 2003 (112 Seiten) # download (pdf)

Digitales Urheberrecht - Zwischen "Information Sharing" und "Information Control" Welche Spielräume gibt es für das öffentliche Interesse an Wissen?
Mit der anstehenden Novellierung des deutschen Urheberrechts wird die Infrastruktur der entstehenden Wissensgesellschaft verhandelt und über die Richtung der gesellschaftlichen Modernisierung entschieden. Auf einer Konferenz der Heinrich Böll Stiftung und des Netzwerks Neue Medien im April 2002 wurde in Rede und Gegenrede diskutiert werden, was in Bildung, Kultur und Wissenschaft von den neuen Methoden des "Digital Rights Management", aber auch neuen Organisationsmodellen wie dem "Information Sharing" zu erwarten ist.

Dokumentation der Tagung (60 Seiten) # download (pdf)

Ralf Fücks: Vier Fragen - Vier Antworten. Kapitalisierung des Wissens.
Ralf Fücks antwortet auf Fragen zur Kapitalisierung des Wissens: Ist der Verlust des Wissens über natürliche Zusammenhänge ein notwendiger Tribut, den alle industrialisierten Länder zahlen müssen? Welchen Platz nehmen Brauchtum, alte Handwerkstechniken oder Wissen über die Natur in einer Wissensgesellschaft ein, die ständige Innovation braucht und sucht? Ist es legitim traditionelles Wissen mit Patenten zu belegen und zu kapitalisieren? Und woran hakt es beim Transfer von Wissen und umweltfreundlichen Technologien aus den reichen in die armen Länder?

aus: politische ökologie 95: Wissenslücken. Zwischen Informationsflut und kollektivem Gedächtnisschwund. oekom verlag München (www.oekom.de), S. 38 ff. ISBN 3-936581-90-8  # download (pdf)

Rainer Kuhlen: Universal Access?
Rainer Kuhlen skizziert die Vision einer Wissensgesellschaft, in der Wissen als allgemeines Kulturgut gesehen wird, zu dem jedermann zu freien, fairen Bedingungen Zugang haben soll. Wie kann der Zugriff auf Wissen theoretisch-ethisch-faktisch begründet werden?

Beitrag zum Kongress "Gut zu Wissen", aus: Heinrich-Böll-Stiftung(Hg.): Gut zu Wissen, Westfälisches Dampfboot 2002 (Text, 7949 Worte) # anzeigen # download (pdf)

Rainer Kuhlen: Wissen als Eigentum?
Wissen ist durchaus auch im wirtschaftswissenschaftlichen Sinne ein öffentliches Gut, eines, von dessen Nutzen niemand ausgeschlossen werden kann und darf, und das sich im Gebrauch nicht verbraucht. Rainer Kuhlen gibt Hinweise darauf, wodurch dieser freie Zugriff zur Zeit gefährdet ist und welche Rolle dem Staat zukommen kann bzw. soll um Informationsflüsse offen zu halten.

Beitrag zur Tagung "Wem gehört das Wissen" 10/2000 (Text, 4088 Worte) #  anzeigen # download (pdf)

Andreas Poltermann: Gut zu Wissen. Zivilgesellschaftliche Neu-Erfindung der Public Domain notwendig
Wie in einem Brennspiegel zeichnen sich im digitalen Raum des Internet und der digitalen Kommunikation die Widersprüche unserer Zeit ab: Dass Kreativität und Innovation, die sich aus dem reichen Menschheitserbe frei zugänglicher kultureller Arbeit (Public Domain) speisen, heute durch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten und die besseren Chancen für Austausch und Zusammenarbeit entfaltet werden können, daran jedoch durch das weltweit errichtete Regime des Handels mit intellektuellen Eigentumsrechten und mit Dienstleistungen (darunter auch Wissenschaft und Bildung) zunehmend gehindert werden.

Beitrag zur TAZ-Beilage "Perspektiven im grünen Format" 6/2002 (Text, 1107 Worte)  download (pdf)

Gabriele Beger: Wissen als Ware oder öffentliches Gut
Hegels Szenario "Wenn ich z.B. eine Windmühle baue, so habe ich die Luft nicht formiert, aber ich mache eine Form zur Benutzung der Luft, die nur deswegen nicht genommen werden darf, weil ich sie selbst nicht formiert habe", erklärt das Wechselspiel von Gebrauch und Besitz des eigenen und fremden Eigentums schreibt Gabriele Beger.

Beitrag zum Kongress "Gut zu Wissen", aus: Heinrich-Böll-Stiftung(Hg.): Gut zu Wissen, Westfälisches Dampfboot 2002 (Text, 2577 Worte) #  anzeigen # download (pdf)

Save Privacy - Grenzverschiebungen im digitalen Zeitalter
Im Zuge des Einsatzes immer leistungsfähigerer IT-Systeme und Überwachungstechnologien erleben wir eine nie gesehene Ausdehnung der Möglichkeiten elektronischer Aufzeichnung und Beobachtung. Der Kongress Save Privacy sollte den technischen, kulturellen und politischen Normwandel analysieren, der mit der Veröffentlichung des Privaten und der Ausdehnung des Öffentlichen verbunden ist. Er fragte nach den Konsequenzen, die dieser Normwandel für unsere Grundrechts- und Verfassungsverständnis haben könnte.

Dokumentation einer Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung 06/2002 #  download

Jeanette Hofmann: Das "digitale Dilemma"
Die Unterscheidung zwischen Wissen, das allen gehört - urheberrechtlich betrachtet also den Ideen und Fakten - und dem konkreten Werk, das einem Urheber zugeordnet wird, gründet in der Technik des Buchdrucks. Neue Techniken gefährden nun diese Unterscheidung.

Beitrag zur Tagung "Wem gehört das Wissen?" 10/2000 (Text, 3271 Worte) #  anzeigen # download (pdf)

Volker Grassmuck: Die Wissens-Allmende
Die Balance zwischen einem Interesse an Urheber- und Investitionsschutz und einem gesellschaftlichen Interesse an der freien Verfügbarkeit von Wissen wurde geschichtlich und wird vor allem durch medientechnologische Entwicklungen immer wieder herausgefordert. In der Informationsgesellschaft spitzt sich der 'Kampf' der beiden Seiten zu.

externer link # http://mikro.org/Events/OS/interface5/wissens-almende.html

Conference on Public Domain
The last fifteen years has seen a rise in both the importance and the strength of intellectual property rights in the world economy; rights have expanded in areas ranging from the human genome to the Internet and have been strengthened with legally backed digital fences, lengthened copyright terms and increased penalties. Is this expansion of intellectual property necessary to respond to new copying technologies, and desirable because it will produce investment and innovation? Must we privatize the public domain to avoid a "tragedy of the commons," or can the technologies of cheap copying and global networks actually make common pool management more efficient than legal monopolies?

externer link # http://www.law.duke.edu/pd/

Bernd Lutterbeck: Die Wissensgesellschaft bauen
Wenn wir die Reden um die Informations- und Wissensgesellschaft wissenschaftlich ein wenig ernst nehmen, muss man den inneren Aufbau, die Struktur unserer Gesellschaften verstehen wollen. Man muss sich insbesondere eine Vorstellung davon machen, wie wir in Zukunft die Welt des »geistigen Eigentums« organisieren müssen und wie besser nicht, meint Lutterbeck.

externer link # http://www.alfred-buellesbach.de/PDF/05_Lutterbeck_Wissensg.pdf

James Boyle: A Politics of Intellectual Property: Environmentalism For the Net?
Boyle's Article argues that we need a politics, or perhaps a political economy, of intellectual property. Using the controversy over copyright on the Net as a case-study and the history of the environmental movement as a comparison, it offers a couple of modest proposals about what such a politics might look like -- what theoretical ideas it might draw upon and what constituencies it might unite

externer link # http://www.law.duke.edu/boylesite/intprop.htm

Protest gegen das "Hjacking der Public Domain"
In den USA formiert sich eine wachsende Schar von WissenschaftlerInnen - zumeist aus der Rechtswissenschaft - die laustark gegen die Einzäunung der Public Domain protestieren.

externer link # James Boyle: http://www.james-boyle.com
externer link # Jessica Litman: http://www.law.wayne.edu/litman/
externer link # David Bollier: http://www.bollier.org/

Center for Information Policy (CIP)
The Center investigates the technological, economic, and social phenomena associated with the digitization of information and the growth of the global Internet; examines the role of information in social, economic, legal, and policy processes; analyzes information policy choices in terms of changing technologies, business practices, ethics, and human behavior; supports the development of effective strategies and sound policies for the management, communication, and use of information.

externer link # http://www.cip.umd.edu/

Lawrence Lessig: Free Culture. How big media uses technology to lock down culture and control creativity
In his book Lawrence Lessig argues that a free culture, like a free market, is filled with property. It is filled with rules of property and contract that get enforced by the state. But just as a free market is perverted if its property becomes feudal, so too can a free culture be queered by extremism in the property rights that define it.

externer link # http://www.free-culture.cc/freeculture.pdf

Creative Commons Organisation
Creative Commons is a non-profit organization founded on the notion that some people would prefer to share their creative works (and the power to copy, modify, and distribute their works) instead of exercising all of the restrictions of copyright law.

externer link # http://www.creativecommons.org/

Digital Library of the Commons (DLC)
The Digital Library of the Commons (DLC) is a gateway to the international literature on the commons . The site contains a Working Paper Archive of author-submitted papers, as well as full-text conference papers, dissertations, working papers and pre-prints, and reports. DLC is a collaborative project of the Workshop in Political Theory and Policy Analysis and the Indiana University Digital Library Program.

externer link # http://dlc.dlib.indiana.edu/

Stanford Center for Internet and Society
The Center for Internet and Society (CIS) is a public interest technology law and policy program at Stanford Law School and a part of Law, Science and Technology Program at Stanford Law School. The CIS, founded by Lawrence Lessig, brings together scholars, academics, legislators, students, hackers, and scientists to study the interaction of new technologies and the law and to examine how the synergy between the two can either promote or harm public goods like free speech, privacy, public commons, diversity, and scientific inquiry.

externer link # http://cyberlaw.stanford.edu/

Public Knowledge Organisation
Public Knowledge is a public-interest advocacy organization dedicated to fortifying and defending a vibrant "information commons" - the shared information resources and cultural assets that we own as a people. This Washington, D.C. based group speaks in a single voice for a wide spectrum of stakeholders - libraries, educators, scientists, artists, musicians, journalists, consumers, software programmers, civic groups and enlightened businesses.

externer link # http://www.publicknowledge.org/

Berkman Center for Internet & Society at Harvard Law School
The Berkman Center for Internet & Society is a research program founded to explore cyberspace, share in its study, and help pioneer its development.

externer link # http://cyber.law.harvard.edu/

Berkeley Center for Law & Technology
The mission of the Berkeley Center for Law & Technology is to foster beneficial and ethical advancement of technology by promoting the understanding and guiding the development of intellectual property and related fields of law and policy as they intersect with business, science and technology.

externer link # http://www.law.berkeley.edu/institutes/bclt/index.html

Charlotte Hess/ Elinor Ostrom: Artifacts, Facilities, and Content: Information as a Common-Pool Resource
The goal of the paper from the Digital Library of the Commons is to summarize the lessons learned from a large body of international, interdisciplinary research on common-pool resources in the past 25 years and consider its usefulness in the analysis of the information as a resource. The authors suggest ways in which the study of the governance and management of common-pool resources can be applied to the analysis of information and "the intellectual public domain."

externer link # http://dlc.dlib.indiana.edu/documents/dir0/00/00/04/87/index.html

Volker Grassmuck: Geschichte und Mechanismen freier Software
Daß Menschen in freier Kooperation ohne primäres Interesse am Gelderwerb, ohne sich je getroffen zu haben und ohne eine Leitung, die ihnen sagt, was sie zu tun haben, hochwertige Software schreiben, ist eine erstaunliche Tatsache. Zumal in einer Zeit, da Wissen in einem Ausmaß und mit einer Reichweite kommodifiziert wird, wie es nie zuvor auch nur denkbar war.

externer link # http://mikro.org/Events/OS/text/gesch-freie-sw.html

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